Das Mitakon Speedmaster im People-Test

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Kürzlich haben wir das Mitakon Speedmaster in unserem Blog vorgestellt. Das hat Viktor angefixt. Viktor ist einer der fünf Künstler, dessen Kunstwerke wir in Ausgabe 01 vorgestellt haben. Er fotografiert u.a. mit der Fujifilm X-Pro2.

Wer den Test auf dem Blog des SWAN Magazines bereits gelesen hat, weiß, dass das Mitakon ein manuelles Objektiv ist. Für den Verzicht auf den Autofokus kauft man eine doch deutlich höhere Lichtstärke ein und kann so mit einem Unschärfebereich arbeiten, den es so im Sortiment der Fuji-Objektive bisher nicht gibt.

Durch die Kooperation mit Viktor in der Ausgabe 01 konnten wir ihm für eine gewisse Zeit das Objekt der Begierde zur Verfügung stellen und profitieren nun davon, Kunstwerke aus seiner Hand hier im Blog präsentieren zu dürfen. Bei insgesamt drei Shootings hat Viktor das Mitakon im Einsatz gehabt.

Wir haben Viktor nach dem Praxiseinsatz ein paar Fragen gestellt

SWAN Magazine: Viktor, das Mitakon ist ein manuelles Objektiv. Heute spielt Bequemlichkeit -auch in der Fotografie- eine große Rolle. Passt ein manuelles Objektiv zu Deinem Workflow am Set?

Viktor Kostic: Ja, passt hervorragend. Ich plane meine Shootings ja nicht großartig. Da meine Models meistens sitzen, habe ich keine Probleme mit dem manuellen Fokus. Nichtsdestotrotz ist der Ausschuss natürlich größer, gerade wenn sich das Model bewegt oder  ich mich um das Model herumbewege.

SWAN Magazine: Benutzt Du weitere manuelle Objektive?

Viktor Kostic: Ja. Normerweise setze ich ein 58mm mit 1:2er Blende mit Adapter ein. Das habe ich mir gekauft, weil ich dachte, dass dieses Objektiv mir besonders viel Spaß macht. Es gibt auch einen besonderen Look, weil es einfach älter ist.

SWAN Magazine: Gehen wir ans Set. Manchmal möchte man als Fotograf den besonderen Moment festhalten. Da ist ein schneller Autofokus hilfreich. Wie erging es Dir mit dem Speedmaster 0.95?

Viktor Kostic: Ich würde nichtmal sagen, dass man mit einem Autofokus schneller ist. Vielleicht mit den neuen Kameras, die einen Augenautofokus haben. Aber bei meinen Kameras spielt das keine Rolle. Meine Models bewegen sich ja nur langsam, weil sie zumeist sitzen.

SWAN Magazine: Nun hat die Schnelligkeit ja auch etwas mit der gewählten Blende zu tun. Welche Blende hast Du mit dem Mitakon genutzt?

Viktor Kostic: 0.95. Nichts anderes. Alles andere wäre doch Quatsch, oder?

SWAN Magazine: Das Mitakon ist mit seinem Metallgehäuse deutlich schwerer als das Fujinon-Pendant. Man könnte sagen, die handlichen X-Kameras werden mit dem Mitakon am Bajonett kopflastig. Stört Dich das?

Viktor Kostic: Stört mich gar nicht. Da ich die Kamera mit zwei Händen halte. Eine Hand ist eh immer unter dem Objektiv. Und die hatte beim Mitakon stets den Fokusring an den Fingern.

SWAN Magazine: Betrachtet man Deine Kunstwerke, so verwendest Du häufiger einen sehr engen Beschnitt. Böse Zungen würden sagen, Du gehst mit Deinen Modellen „auf Tuchfühlung“. Mit einem 35mm Objektiv bist Du Deinen Modellen wirklich nah. Hilft ein manuelles Objektiv in solchen Situationen? Oder ist der geringe Schärfetiefenbereich eher eine Herausforderung für Deine Arbeit?

Viktor Kostic: Es ist schon eine Herausforderung. Ein Spaziergang ist es zumindest nicht, bei 0.95 zu fotografieren. Aber ich liebe diese Herausforderung… 😉

SWAN Magazine: Benutzt Du zur Fokussierung das Fokuspeaking der X-Kameras oder verlässt Du Dich alleine auf Dein Auge?

Viktor Kostic: Fokuspeaking. Ganz klar. Ohne geht mir zu viel „in die Hose“.

SWAN Magazine: Angenommen beide Objektive (das Mitakon und das Fujinon 35mm 1:1.4) hätten den gleichen Preis, aber Du könntest nur eins behalten. Welches würdest Du nehmen, nach diesem Test?

Viktor Kostic: Das ist gemein zu sagen. Aber ich tendiere alleine aufgrund der Blende zum Mitakon.

SWAN Magazine: Verrate uns doch etwas über Deine Art der Bildbearbeitung. Welche Programme nutzt Du und wie gehst Du vor?

Viktor Kostic: Ich nutze Lightroom und Photoshop. Photoshop aber nur ganz wenig. 90% aller Bilder kommen direkt aus Lightroom.

SWAN Magazine: Wie bewertest Du Deinen Workflow? Ist er (gemessen daran, dass die meisten Fotos auf Social Media Kanälen landen) angemessen vom Aufwand her?

Viktor Kostic: Auf jeden Fall. Ich verwende pro Bild nur wenige Minuten. Nach dem Import (mit meinen eignen s/w-Presets) bearbeite ich nur noch ganz wenig. Aber viel weniger Aufwand geht nicht. Ich bin halt Fotograf. Von Photoshop halte ich nicht viel. Ich fotografiere so, dass es mir gleich gefällt und ich wenig Zeit zur Nachbearbeitung habe.

SWAN Magazine: Angenommen, Du würdest Deine Kunstwerke im Großformat drucken lassen. Würde dies Auswirkungen auf Deine Postproduktion haben? Würdest Du Deine Bilder dann anders bearbeiten?

Viktor Kostic: Nein, gar nicht. Die Bilder würde man dann endlich mal richtig sehen. Denn auf Instagram und Co sieht man das Rauschen ja gar nicht, das ich extra hinzufüge…

SWAN Magazine: Angenommen, einer unserer Abonnenten würde ein Kunstwerk von Dir gerne drucken lassen, um es zuhause aufzuhängen. Ließe sich darüber verhandeln?

Viktor Kostic: Auf jeden Fall. Wer Interesse hat, soll mich einfach kontaktieren

Viktor, danke Dir für das ausführliche Gespräch und Deine Kunstwerke. Sie ergänzen wundervoll die Werke, die wir von Dir in Ausgabe 01 des SWAN Magazines zeigen durften. Danke nochmal auch für diese Bereitschaft!

 

Zitat: Andy Warhol

Making money is art and working is art and good business is the best art.

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