instax SP-3 vs. HP sprocket

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Digital erstellte Fotos nehmen von Jahr zu Jahr zu. Kompaktkameras sind beinahe vom Markt verdrängt. Fotos werden immer seltener ausgedruckt. Der Konsum von Bildern ist schnelllebiger geworden. Moderne Messenger-Systeme verschiedenster Anbieter unterstützen dies. Und auch die Möglichkeit, mit jedem Handy tausende Fotos erstellen zu können, sorgt für einen Wert-Verfall des einzelnen Bildes. Zum Vergleich: Beim klassischen Kleinbildfilm lag die übliche Grenze bei 36 Aufnahmen.

Das Angebot richtet sich danach aus

Die Industrie folgt diesem Trend. Während zu Beginn der PC-Ära sich nur gut Betuchte einen eigenen Nadeldrucker leisten konnten, steht heute in nahezu jedem Haushalt mindestens ein Drucker. Oft sogar eine Druck-/Scan-/Fax-Kombi, die gleich mehrere Geräte in einem vereint.

Bereits 2004 brachte Canon unter dem Slogan „Do-it-YourSELf PHotographY“ die ersten Selphy-Drucker auf den Markt. Eine Neuheit, die dazu diente, die mit Kompaktkameras wie der IXUS-Serie Fotos zuhause ausdrucken zu können, ohne zum Drogeriemarkt um die Ecke zu gehen. Dort gab es damals die Druckerterminals auch nur selten – eine Verbreitung wie heute gab es noch nicht.

Zweite Serie mittlerweile am Markt

Mit der Instax-Serie hauchte Fujifilm (man beachte den Namen des Herstellers!) dem Sofortbild neues Leben an. Viele viele Jahre nach dem Erscheinen der Polaroid SX-70 (einer heute immer noch hoch gehandelten Sofortbildkamera des letzten Jahrhunderts) wurde mit kleinen Magazinen für 10 Bilder ein regelrechter Nostalgie-Hype ausgelöst.

Plötzlich kommen wieder Sofortbildkameras mit einem Bruchteil der Leistungsfähigkeit von Kompaktkameras auf den Markt. Klobig im Design, in bunten Farben, aber zu kleinem Budget, sodass sie gerne als Geschenk den Besitzer wechseln und besonders auf Parties für viel Aufmerksamkeit sorgen. Hipp sein, als Teil der Vertriebsstrategie.

Gute Bilder gehören gedruckt

Als SWAN Magazine sind wir natürlich auf gewisse Art und Weise Protagonisten. Vertreten wir doch die Auffassung, dass gute Bilder gedruckt werden müssen, um ihre volle Entfaltung zu erzielen und vor allem, um nachhaltig zu wirken.

Darum haben wir zwei aktuelle Player eines noch jungen Genres, nämlich der kompakten Handyfotodrucker, näher angeschaut.

Für unseren Vergleichstest sind die beiden Modelle

zu uns ins Studio gekommen (eigenfinanziert, online bestellt und in keinster Weise gesponsort).

Gleiches Genre, aber doch recht unterschiedlich

Schon die Verpackungen zeigen, wie groß die Unterschiede sind. Während die Verpackung des HP sprocket noch handtaschentauglich ist, ist die des instax SP-3 schon eher etwas für den Trolley. Nein, Spaß beiseite. Auch der instax-Karton ist nicht riesig, aber er füllt rund das 2,5fache Volumen, wie der HP sprocket.

Auch ausgepackt könnte der Größenunterschied für „handliche Handyfotodrucker“ kaum größer sein. Der HP sprocket passt wirklich in jede Hosen- oder Jackentasche, der instax SP-3 ist dann doch eher etwas für Handtasche oder Fototasche. Selbst in einer etwas größeren Jackentasche macht der instax SP-3 keine gute Figur mehr.

Einigkeit beim Zubehör

Viel ist in den Kartons nicht drin: Ein Ladekabel (beide passend zur Gehäusefarbe), eine Anleitung und ein „Magazin“ für jeweils 10 Fotos. Ende.

Eher zu vernachlässigen für diesen Vergleichstest ist, dass der instax SP-3 vorgeladen ins Haus kommt und einen separaten (=herausnehmbaren) Akku an Bord hat, während der HP sprocket erst an den Strom muss, um überhaupt zum Leben erweckt zu werden (und über einen fest eingebauten Akku verfügt).

Auffallend: Die Verpackungen

Beide Verpackungen orientieren sich ein wenig am Verpackungsstil von Apple. Auch die Folienbeschichtung beider Geräte, die vor dem ersten Gebrauch abgezogen werden muss, erinnert irgendwie an das, was Apple mit dem iPod Classic (der Anfang der 2000er Jahre das Licht der Welt erblickte und erst 2014 eingestellt wurde) eingeführt hat: Praktische Folien mit verschiedenen Klebelaschen, um die Geräte vor dem Verkratzen zu schützen.

Der Test beginnt mit dem Aufladen

Nach dem vollständigen Laden beider Geräte geht es los. Für beide Drucker starten wir auf dem gleichen Weg: Wir suchen im Appstore (in unserem Fall Apple Store, funktioniert laut Angabe der Hersteller aber genauso für Android) durch Eingabe beider Produktnamen nach der richtigen App und installieren sie.

Danach starten wir die App.

Der instax lässt sich direkt nach dem Einschalten als eigener WLAN-Router im Handy identifizieren. Beim HP sprocket ist dies nicht der Fall. Hier starten wir zuerst die App und werden sehr angenehm durch den Kopplungsvorgang geroutet (toll ist, dass man hier gefragt wird, ob es ein eigener HP sprocket ist (dann erfolgt wohl eine Standardkopplung) oder ein HP sprocket eines Freundes. Wir wählen zweitere Option und kommen schnell ans Ergebnis: Die App teilt uns mit, dass die Firmware des Drucker geupdated werden muss. Das passiert ganz von alleine über die App und bedarf keiner Unterstützung durch uns. – Ganz so, wie man sich das vorstellt. Sogar die Farbe der Status-LED lässt sich im Menü festlegen. Wir wählen (getreu der Ampelsystematik) das grün, welches sehr deutlich erkennbar leuchtet und uns ab sofort sagt, dass der Drucker einsatzbereit ist (und sich nach geschätzt zwei Minuten dann automatisch ausschaltet).

Das Beladen mit Papier könnte unterschiedlicher nicht sein

Das Einlegen des HP-Papiers in den Drucker überrascht uns: Nach dem Öffnen des schmalen Päckchens, erwartet uns ein Stapel Papier und ein blaues Kärtchen in exakt der Größe des Papiers. Die Neugierde führt dazu, dass wir die Karte anheben, den Fotopapierstapel in die andere Hand nehmen. Achtung, nicht mit den Fingern auf das Papier selbst fassen, sondern vorsichtig am Rand festhalten.

Auf der blauen Karte steht wenig drauf und wir sind versucht, diese erstmal wegzuschmeißen. Doch das wäre fatal. Das so genannte „Zink Smartsheet“ dient der Kalibrierung des HP sprocket und sollte gar nicht vom Stapel weggenommen werden, sondern möglichst direkt so, wie es aus der Verpackung kommt zusammen mit dem Fotopapier in den Drucker eingelegt werden.

Als wir dies bemerken, wissen wir ehrlich gesagt nicht mehr, wie herum das blaue Smartsheet auf dem Fotopapierstapel lag… also suchen wir im Internet und finden natürlich direkt ein Video. Das Video zeigt ein etwa anderes Modell (Powerschalter an der Seite, nicht wie bei uns an der Front), ist offensichtlich nachvertont, aber erklärt genau das, was wir wissen wollten. Also zum Mitschreiben: Blaues Papier mit dem Barcode nach unten in den Drucker legen, darauf das Fotopapier mit dem HP-Logo nach unten, also der Fotoseite nach oben.

Gesamt getan. Dann schließen wir den einfach wieder anzubringenden Deckel des HP sprocket und sofort beginnt dieser zu arbeiten. Man fragt sich zwar, was genau da passiert, aber das Rauschen dauert ca. eine Minute und dann ist das, was uns als Kalibrierung verkauft wurde, offensichtlich fertig. Langsam aber sicher kommt das blaue Smartsheet aus dem Drucker heraus und bietet sich an, herausgezogen zu werden. Das funktioniert tadellos.

Im Gegensatz dazu funktioniert die Zusammenarbeit mit dem instax SP-3 ganz anders. Hier startet man nicht mit der App, sondern steuert nach dem Einschalten des Druckers auf dem Handy erst einmal das WLAN des Druckers an und aktiviert dieses auf dem Smartphone. Ist das getan, wird die App gestartet. Ein Firmwareupdate war  hier nicht nötig, dafür funktioniert die Kopplung ebenfalls tadellos.

Gänzlich anders funktioniert die Bestückung des instax SP-3 mit Photopapier

Hier macht man ebenfalls die lichtgeschützte Folie auf (übrigens: bei beiden Papieren empfiehlt es sich, die Verpackung mit einer Schere aufzuschneiden, damit der Inhalt beim Aufreissen keinen Schaden nimmt), holt aber eine Plastikschatulle heraus, die so wie sie ist und eindeutig zu erkennen komplett in den instax SP-3 eingelegt wird. Das ist einfacher, schützt vor Fehlbedienung und ähnelt sehr dem alten Polaroid-System. Die gelbe Markierung im Drucker und auf der „Druckerpartone“ hilft dabei. Doch ein Nachteil sollte nicht unerwähnt bleiben: Die Plastikschatulle mit den 10 Fotopapieren ist nicht wiederverwendbar. Heisst: Sind 10 Fotos verbraucht, legt man eine neue Schatulle ein und wirft die andere in den Plastikmüll. Warum? Die Schatulle ist Schutz vor dem Sonnenlicht. Quasi die Dunkelkammer für das Fotopapier.

Also drucken wir einmal das erste Foto

Wir starten mit dem HP sprocket und wählen -wie sich das für das SWAN Magazine gehört- ein schwarzweisses Portrait aus. Das funktioniert über die HP-App hervorragend. Die startet den Drucker, man sieht im Handydisplay den Status der Bildübertragung und dann hört man den Drucker arbeiten. Wenige Sekunden später kommt das erste Bild ganz langsam aus dem Drucker heraus – und ist sofort fertig!

Ganz anders beim instax SP-3

Hier nehmen wir das gleiche Bild und starten -wie bei Fujifilm üblich- erstmal damit, unser Handy mit dem WLAN des Druckers zu verbinden. Das dauert schon eine Weile und im direkten Vergleich zum HP sprocket ist dieser geschätzt eine halbe Minute früher verbunden. Das Auswählen des gleichen Bildes mit der Instax-App dauert länger, als mit der sprocket-App (andere Darstellung der Ordner) und führt dazu, dass der instax SP-3 erstmal in den Sleepmodus (Dauer bis zum Sleepmodus kann in der App jedoch bis auf 10 min erhöht werden) verfällt. Natürlich ist dadurch auch die WLAN-Verbindung abgebrochen, was den Prozess erneut verlängert. Als wir dann den Drucker erneut verbinden, wird in der App angezeigt, dass keine Verbindung zum Drucker besteht, aber dennoch lässt sich das Bild zum Drucker übertragen (Softwarefehler, vielleicht wird dies mit dem nächsten App-Update behoben).

Das Übertragen des Bildes zum Drucker dauert dann deutlich länger, als mit dem HP sprocket. Der zuvor entstandene Verlust der WLAN-Verbindung führt im Praxistest leider zu verschiedenen Problemen. Auch ein Neustart der App macht es nicht auf Anhieb besser. Denn nun zeigt die instax-App nach der erneuten Auswahl des Bildes an, dass die Daten nicht gesendet werden können, weil der Drucker noch in der Verarbeitung eines anderen Auftrages sei. Glaubt man seinen wild blinkenden LED’s auf der Oberseite, ist dem auch so. Denn beim früheren App-Kontakt hatten wir ja auch auf Senden des gleichen Bildes gedruckt.

WLAN Abbruch führt zu Komplikationen

Es hilft also nichts. Der Instax schaltet sich (ebenfalls nach gefühlten zwei Minuten) selbst aus. Wir schließen auch die instax-App und starten von vorne. Erst Drucker einschalten, dann instax-WLAN-Verbindung am Handy auswählen, dann App starten, dann Bild auswählen, dann zum Drucker schicken. Dieses Mal klappt alles tadellos und schnell. Die App zeigt zwar beim Erteilen des Druckauftrages weiterhin „Drucker nicht angeschlossen“ an, aber dafür funktioniert nun alles nach Plan.

Die Wartezeit auf das Bild verkürzt sich nun auch merklich (währenddessen wechselt auch die Statusanzeige von „Drucker nicht angeschlossen“ auf „Mit einem Drucker verbunden“), erreicht aber dennoch nicht ganz die Geschwindigkeit des HP sprocket.

Was dann aus dem instax SP-3 herauskommt, mag den neuen User vielleicht überraschen: Das Bild, welches langsam aus der Öffnung wandert, ist nämlich -das kennt die ältere Generation zumindest noch von alten Polariod Systemen– nicht fertig entwickelt, sondern braucht noch ca. drei Minuten, bis sich das Bild dann wirklich fertig gebildet hat.

Doch wie ist die Bildqualität?

Nun, beachtet man, wie schnell und einfach ein fertiges Foto bei beiden Geräten zur Verfügung steht, so ist die Bildqualität schon verblüffend gut. Bevor man die Bildqualität jedoch genauer betrachtet, fallen zwei Aspekte erst jetzt so richtig ins Auge, die aber durchaus die Entscheidung für das eine oder andere System massiv beeinflussen können:

  • Der HP sprocket liefert das weit verbreitete 2:3 Format und arbeitet randlos
  • Der instax SP-3 liefert ein klassisches, quadratisches Format und hat rundherum weiße Ränder

Randlos oder nicht randlos ist sicher Geschmacksache. Vorteil des instax-Fotos ist sicherlich, dass das instax-Bild ganz sicher ohne Fettfinger angefasst und weitergereicht werden kann, wenn sich alle Beteiligten Mühe geben. Mit dem sprocket-Bild ist dies eher schwierig und wohl nur mit Handschuhen wirklich zu schaffen.

Fraglich ist jedoch, ob ein Foto aus einem Handydrucker mit einer Galeriedruck verglichen werden sollte. Wir sagen: Nein!

Unseres Erachtens sind diese handlichen Fotodrucker für den Spaß zwischendurch gedacht

Auf der Party ein tolles Gimmick, mit dem man vielen Besuchern schnell eine Freude machen kann. Auf das letzte Quentchen Qualität kommt es da sicher nicht an. Auch für Fotografen ist so ein mobiler und handlicher Drucker sicherlich ein tolles Gerät, um nach oder während eines Shootings, Fotokunstwerke nicht nur digital mit dem Model teilen zu können, sondern direkt ein Mitbringsel aushändigen zu können.

Doch nochmal zur Bildqualität selbst

Auch nach 10 Minuten Ausbelichtungszeit für das instax-Bild (übrigens: am besten auf den Kopf legen (Bildfläche nach unten) im Schatten und nicht in die pralle Sonne legen!) sind die Schwarztöne nicht richtig schwarz geworden, sondern immer noch leicht grau. Dafür sind die Weißtöne deutlich heller und weniger nuanciert, als beim sprocket-Bild. Dies ist erstaunlich, weil doch beide Drucker mit dem gleichen Bild (exakt identisches Rohmaterial, siehe oben) bedient wurden. Während der instax jedoch ganz sauberes Schwarzweiss liefert, ist das sprocket-Bild nur auf den ersten Blick wirklich schwarzweiss. Schaut man genauer hin, so entdeckt man gerade an den Übergängen von schwarz zu weiß leicht dunkelrot-lilane Farbnuancen. Das wirkt nicht unangenehm – sind aber nunmal Farben, die auf dem Originalbild nicht vorhanden waren und auf dem instax-Foto auch nicht angezeigt werden.

Viel wichtiger aber

Den Detailreichtum, den das Ursprungsbild auf einem modernen Handybildschirm liefert, können weder instax noch sprocket abbilden. Aber: Es ist etwas anderes, noch ein weiteres Foto auf dem Handy zu haben oder aber ein konkretes Foto in der Hand halten zu können. Der Vergleich Handy vs. gedrucktes Bild hinkt also immer!

Machen wir also den Farbversuch

Statt schwarzweiss muss ein Farbportrait her. Gesagt getan. Dieses Mal starten wir mit dem instax SP-3 und sind positiv überrascht. Dieses Mal läuft alles tadellos mit der Software. Und so können wir ohne mühsame Zusatzschritte warten, bis das neue Motiv ausbelichtet ist.

Um jedwede Kommunikationsprobleme zu vermeiden, schalten wir den instax-Drucker aus, machen auch die instax-App im Handy aus und starten erst dann den HP sprocket. Bei ihm fällt auf, wie lange man den Start-Button drücken muss, damit er wirklich zum Leben erweckt wird. Das mag den einen oder anderen stören, hat aber auch Vorteile: Versehentlich wird der instax-Drucker sicherlich schneller eingeschaltet (und frisst dann Strom), als der HP sprocket. In der Hand- oder Hosentasche sicherlich ein Vorteil. In der Fototasche wohl weniger tragisch.

Zurück zum Foto

Die Kommunikation mit dem HP sprocket funktioniert erneut tadellos. Auch dieses Mal hält man mit dem HP sprocket schneller das fertige Bild (das ja auch nicht mehr nachbelichtet werden muss) in der Hand.

Im direkten Vergleich fällt sofort auf, dass das instax-Bild erneut heller und weniger kontrastreich ist. Das sprocket-Bild ist dafür deutlich rotstichig (was das Originalbild nicht auszeichnet). Dadurch wirkt die Haut auf den ersten Blick natürlicher, auf den zweiten Blick ist es jedoch ein Hauch zuviel, der eher in die störende Richtung geht (Hinweis: Hier im Bild wird der Effekt durch ungünstige Lichteigenschaften im Studio negativ verstärkt. So krass rosa ist das sprocket-Bild in Realität nicht!).

Zwischenfazit

Beide Drucker bieten somit nicht das allerbeste Bildergebnis – aber das ist vermutlich auch nicht ihr Anspruch. Den direkten Vergleich zum Profi-Fotodrucker sollten wir hier nicht ziehen, denn sowohl der Kaufpreis der Geräte, als auch der Preis des Rohmaterials (beim Profidrucker werden ja gerne die Preise für die Tintentanks vergessen – und davon gibt es mitunter mehr als 10 Stück) ist hier auf einem gänzlich anderen Niveau.

Betrachtet man das Preis-Leistungsverhältnis beider Geräte, so handelt es sich in beiden Fällen um tolle Gadgets, die man eigentlich nicht braucht, aber die das Leben wirklich schöner machen. In dieser digitalen Welt, in der wir heute leben, hat ein mit diesen beiden Druckern ausgedrucktes Foto eine deutlich längere Halbwertszeit, als jedes Foto, das wir auf Instagram oder Facebook veröffentlichen. Auf deren Servern bleiben die Bilder zwar für eine Ewigkeit, aber aus dem Gedächtnis der Menschen verschwinden digitale Fotos dann doch zu schnell. Ganz im Gegenteil zu gedruckten Fotos!

Unsere Bilanz dieses Produkttests (jeweils instax SP-3 vs. HP sprocket)

  • Gerätepreis: 0:1
  • Fotopapier: 1:1
  • Installation: 1:1
  • Einfache Bedienung: 0:1
  • Anpassungsmöglichkeiten in der App: 1:0
  • Größe: 0:1
  • Einfachheit der Papierbeladung: 1:0
  • Akkulaufzeit: 1:1
  • Umweltverträglichkeit: 0:1

Aus Sicht des SWAN Magazines wünschenswert wäre es, wenn es für beide Drucker spezielles Schwarzweisspapier gäbe. Von Fujifilm gibt es dies nämlich für andere Instax-Formate, nicht aber für instax-square.

Unser Gesamtfazit

Beide Handydrucker sind unheimlich smart und stellen eine platzsparende Bereicherung im digitalen Zeitalter dar. Da man doch nicht „mal eben“ zum Drogeriemarkt fährt, um ein einzelnes Bild auszudrucken, sind diese Geräte wirklich eine Alternative. Und zu teuer sind sie auch nicht. Klar, der Gerätepreis liegt (zumindest im Vergleich zu einem Office-Drucker) deutlich zu hoch, aber dafür kommt man bei  beiden Geräten ohne Netzstecker aus und leicht zu transportieren sind sie allemal. Und beim Office-Drucker vergessen wir beim Kauf ja gerne, dass bereits nach wenigen Drucken neuen Toner gebraucht wird. Dadurch wird der Schnäppchenpreis beim Druckerkauf dann schnell relativiert…

Unser Tipp daher: Einfach mal einem fotobegeisterten Menschen unter den Tannenbaum legen und diesen bitten, diesen Drucker bei der nächsten Geburtstagsparty mitzubringen und aktiv zu nutzen. Allein die Kommentare der Gäste sollten die Anschaffung Wert sein.

Eine Besonderheit haben wir bisher noch verschwiegen

Das HP-Fotopapier ist von hinten mit einer Folie beschichtet. Zieht man diese ab, kann man die Fotos aufkleben, wo immer man möchte. Das sollte für einen Fotodrucker kein Kaufargument sein. Aber wer keinen Etikettendrucker besitzt und nur ab und an mal ein spezielles Etikett drucken muss, für den könnte es eine Überlegung wert sein.  Auch wenn das Fotopapier dazu eigentlich viel zu  teuer ist… 😉

 

Zitat: Friedrich Dürrenmatt

 

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Fotografieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.

Was denkst Du?

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2 Comments
  • Peter Ortmann
    November 26, 2019

    Ich besitze seit einigen Jahren Drucker der Instax Serie und aktuell den SP-3 Square. Der Druck ist wie im Artikel beschrieben Galaxien entfernt von einem Canon ipf pro 1000 – aber das ist auch eine andere Geschichte.
    Den Polaroid Effekt des SP-3 nutze ich ganz bewusst. Bin ich für Portraits oder auch auf Hochzeiten unterwegs ist es immer eine schöne Überraschung wenn ich direkt von der Kamera ein Pola ausdrucken kann. Die Tatsache direkt etwas in der Hand zu halten hat einen Effekt den eine Instagram Story nicht hat. Es ist halt wieder an anderes Medium. Dabei hat die Darstellungsuntreue des SP-3 einen Effekt, dann ich im SW durchaus als „vintage“ empfinde und die jüngeren sind von dem „Filter“ Effekt und von den ca. 4 min Wartezeit fasziniert. Sie nehmen halt einfach stolz etwas mit nach Hause.
    Ich habe dabei auch das Gefüht etwas mitzugeben. Und irgendwie gefällt mir das Polaroid-Objekt des SP-3 definitiv besser als die alten Canon Selphy (oder so) Foto Drucker.
    LG, Peter

    • Thomas Fühser
      November 26, 2019

      Hallo Peter,

      herzlichen Dank für Deine Einschätzung. Wir teilen diese Auffassung absolut. Das gedruckte Bild ist bei einer durchschnittlichen Instagram-Bildbetrachtungszeit von 0,5 Sekunden pro Bild etwas, was in der heutigen Zeit zu kurz kommt und vor allem der einen oder anderen aufwändigen Fotoproduktion einfach nicht gerecht wird. Gerecht wird dem ein Polaroid-Foto auch nicht unbedingt, aber schon mit dem erlangt man ein mehrfaches an Betrachtungszeit.., mit einer der Gründe, warum es das SWAN Magazine heute gibt: Bilder gehören gedruckt!

      Dein SWAN Magazine Team

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